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Ainringer Moos - Höglwörther See - Teisendorf
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Kurz-Charakteristik |
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Route |
Haltestelle Ainring bis Teisendorf |
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Gehzeit |
7 Stunden |
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Höchster Punkt |
575 m |
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Höhenunterschied |
140 m |
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Schwierigkeitsgrad |
leicht |
Charakteristik
Leichte, aber lange Wanderung mit
Bademöglichkeiten. Interessierte können Kirchen und Kapellen
besichtigen, die in der Zeit entstanden sind, als der Högl
und seine Umgebung zum Salzburger Erzbistum gehörten.
Anreise
Mit der Berchtesgadener Land Bahn zwei Mal
stündlich aus beiden Richtungen zur Haltestelle Ainring. Wer
auf der Strecke Freilassing – Berchtesgaden zusteigt, erhält
die Fahrkarte ohne Aufpreis beim Zugbegleitpersonal. Wer die
Fahrkarte an einem ÖBB-Automaten löst, muss „Fahrkarte
Inland mit Zielwahl“ antippen und dann als Ziel Ainring
eingeben.
Wanderung
Vom Bahnhaltepunkt Ainring (432 m) geht man Richtung Westen, bei der
Kreuzung etwa 20 m rechts und dann auf einem Fußweg
wieder links. Bei einer Bushaltestelle trifft man auf die
Heubergstraße und geht nach rechts. Die Route folgt der
Heubergstraße bis zur Hausnummer 112 durch den Ort
Mitterfelden. Im 2. Weltkrieg war dort ein Flugplatz. Hinter
Haus 112 nach rechts in die Salzstraße einbiegen und hinter
dem Sportplatz der Hauptschule auf einem unasphaltierten
Fahrweg nach links gehen. Beim TUS Vereinsheim nach rechts
gehen und über die Straße auf den Parkplatz des Ainringer
Schwimmbades. Am nordöstlichen Ende des
Schwimmbad-Parkplatzes befindet sich eine Übersichtstafel
Ainringer Moos, zu sehen auch in
http://www.ainringer-moos.de/ainringer_moor_erlebnispfad.pdf
Dort beginnt der Weg am Zaun des Bades
entlang zum Sonnwiesgraben, einem Retentionsbecken, in dem
bewusst Pflanzen gesetzt wurden, die Schmetterlingen als
Nahrung dienen. Ab einer Brücke unterhalb des Bauernhofs Eschlberg ist der Weg beschildert und mit Info-Tafeln
versehen. Bei einer Abzweigung dem Schild Mühlreit nach
links folgen. Kurz vor der Tafel „Ainring Moor 4“ lohnt sich
der Abstecher nach links zum Aussichtsturm. Am Weg dorthin
sieht man links rund 1 m tiefe Handtorfstiche, während
rechts der Torf 8 bis 9 m tief bis zum Seeton maschinell für
Gartenerdeproduktion abgebaut wurde. Nach dem 2. Weltkrieg
wurde das Moor entwässert und der maschinelle Abbau begonnen.
Der Abbau erfolgte auf 90 Hektar des 253 Hektar großen Moors
und wurde 2003 eingestellt. Seither wurde die Abbaufläche
durch Schließen des Abflussgrabens an der Nordwestseite
wiedervernässt. In kurzer Zeit kamen nässeliebende Pflanzen
und Tiere auf. Das Gebiet entwickelte sich zu einem
Vogelparadies. Zugvögel rasten hier vor und nach der
Alpenüberquerung. Von der Abzweigung in nordwestlicher
Richtung weitergehen, wo man bald auf die Gleise der
Torfbahn trifft. Nach gut 100 m kann man links hinunter
gehen und am Rand eines wassergefüllten Grabens wandern. Im
Graben sind Amphibien zu sehen, daneben der fleischfressende
Sonnentau. Man kann aber auch neben den Gleisen gehen. Beim
Torfbahnhof treffen sich die Wege. Man sieht überdacht
abgestellte Loren und einen Schautorfstich mit Infotafeln.
Dort darf man Torf stechen und auch ein kleines Stück
mitnehmen. Südlich des Torfbahnhofs schützt ein Absperrzaun
die Flora und Fauna. In der Mitte des künstlichen Sees ist
eine bewaldete „Mineralinsel“, die nicht aus Torf besteht.
Vor dem Absperrzaun geht ein Weg nach Westen. Wo man auf die
Asphaltstraße trifft, geht man links auf dem
nichtasphaltierten Weg und folgt den Schildern Thundorf.
Westlich des Moors liegt das alte
Haufendorf Thundorf. Etwa 100 m südlich der St.
Martin-Kirche zweigt der Weg nach rechts ab (Radwegsignet)
und bald nochmals nach rechts. Der dann unasphaltierte Weg
führt durch die Wiesen nördlich der Fahrstraße Richtung
Westen nach Ottmaning. Nach einigen hundert Metern am Rand
der Fahrstraße führt die Route links hinauf nach Vachenlueg
(Kapelle Maria Opferung, Reste der Burgruine, Info-Tafeln).
Vom Vorplatz der Kapelle führt ein Waldsteig in südlicher
Richtung hinauf zum Weiler Steinhögl (572 m) mit der
sehenswerten gotischen St. Georgs-Kapelle. Wem der Waldsteig
zu steil ist (das ist die einzige steile Stelle dieser
Wanderung), kann ihm auf der Asphaltstraße westlich davon
ausweichen. Von der Kapelle geht man nach Süden auf einem
schmalen Weg zwischen Zäunen und auf dem Asphaltweg zur
Hauptstraße hinunter. Dieser folgt man einige hundert Meter
nach links bis zur Bushaltestelle. Dann folgt man den
Schildern Höglwörth, über die Hauptstraße mit
Schülerbus-Haltestelle geht es geradeaus drüber.
Der Höglwörther See ist vor etwa 10.000
Jahren nach dem Rückzug des Saalachgletschers entstanden.
Vermutlich wurde Toteis von Schutt bedeckt und später
bildete sich in der Wanne ein seichter See, der inzwischen
teilweise verlandet ist. Er ist 13,5 ha groß und 8 bis 10 m
tief.
Kirche, ehemalige Klosteranlage und
Klosterwirt laden zur seelischen und körperlichen Stärkung
ein. Am Nordufer des Höglwörther Sees kann man in der
Badeanstalt oder davor wild baden, auch die zwanzigminütige
Wanderung rund um den See ist reizvoll.
Vom Klosterwirt führt ein Wanderweg am
rechten Ufer des aus dem See ausfließenden Baches im
idyllischen Ramsautal nach Norden. In der Nacheiszeit hat
ein größerer Fluss das Tal gebildet, der jetzige kleine Bach
hätte das nicht geschafft. Über Ramsau erreicht man in gut
einer Stunde Teisendorf. Nachdem man unter der Brücke der
Umfahrung durchgegangen ist, biegt man nach links ab und
erreicht das Teisendorfer Schwimmbad. Nördlich des Bades
lohnt der Besuch des Geologischen Lehrpfades. Dort sind etwa
150 Steine zu sehen, die die Eiszeitgletscher nach
Teisendorf verfrachtet haben. Blöcke aus den Zentralalpen
brauchten für den 80 km langen Weg rund 2.000 Jahre. Daneben
ist eine rund 1.000 Jahre alte Mooreiche zu sehen, die im
Moor konserviert war. Vom Nordende des Stein-Parks führen
ein Waldweg und dann die Alte Reichenhaller Straße geradeaus
nach Teisendorf (503 m). Dort folgt man der Bahnhofstraße
Richtung Osten zum Bahnhof.
Rückfahrt
Stündlich zur Minute .25 mit der Bahn von Teisendorf nach Freilassing und von dort weiter nach Salzburg oder Richtung Berchtesgaden.
Man kann beim Automaten durchlösen. Ohne Fahrkarte darf man in Teisendorf nicht in einen Zug einsteigen.
Einkehrmöglichkeiten
In Ainring, Wirt von Thundorf (geöffnet Samstag, Sonntag, Feiertag), Gasthof Klosterwirt in Höglwörth (Dienstag Ruhetag), im Freibad Teisendorf (Anfang Mai bis Anfang September), in Teisendorf-Markt.
Der in Karten eingezeichnete Gasthof Vachenlueg ist geschlossen.
Info
Heimatbuch 2, erhältlich im Rathaus Ainring.
www.ainring.de,
www.ainringer-moos.de (mit Öffnungszeiten Torfmuseum und
Anmeldung Bockerlbahn),
www.pfarrei-thundorf.de,
www.pfarrverband-anger-aufham.de,
www.teisendorf.de
Karte
Kompasskarte Nr. 14 und Karte Berchtesgadener Alpen des
Landesamtes für Vermessung und Geoinformation.